
Drei Jahre Leidenschaft, Geschwindigkeit und Gemeinschaft – Tutto Bene Hillclimb beweist, dass die Stimmung immer besser wird.
Drittes Jahr Tutto Bene. Und was dieses Event ausmacht, lässt sich an einem Satz festmachen: hier gibt es kein Absperrband.
Keine Kordel vor dem Pagani. Keine Security vor dem F40. Keine PR-Mannschaft, die den Zugang filtert. Du gehst zwischen den Autos durch, du redest mit den Fahrern, du stehst zwei Meter neben einem qualmenden V12. Das ist das ganze Konzept — und genau deshalb kommen die Leute, die kommen.
Bentley neu positioniert. Nach der Monterrey Carweek der erste öffentliche Auftritt der neuen Markenwelt — und ausgerechnet hier. Nicht auf einem Autosalon, nicht in einem Showroom mit kontrollierter Beleuchtung. Sondern mitten im Wochenende, zwischen den anderen Autos, zum Anfassen.
Powerslidelover driftet seinen Ferrari SP2 Monza. Einer von 499 weltweit, Zwei-Sitzer-Speedster, sonst auf Concours-Rasen. Hier: quer über die Bergstrecke, live, laut, nah.
Ein Ex-Rallye-Weltmeister dreht Donuts in einem Ferrari F40. In einem F40. Dem Auto, das die meisten Sammler nur noch mit Handschuhen anfassen. Hier auf einem Nebenplatz: Rauch, Reifen, Lärm. Publikum zwei Meter daneben.
Genesis zeigt den X Scorpio. Weltpremiere auf einem Hillclimb — keine Lichtshow, kein Vorhang. Einfach: Auto da, hingehen, anschauen, Fragen stellen.
Pagani bringt den Utopia. Handgeschaltet, V12, Nachfolger des Huayra. Steht zwischen den anderen Autos. Nicht auf einem Podium. Man geht einfach hin.
Oilstain Lab mit einem neuen Konzept. Nach dem Half11 die nächste Skulptur, die man anders denken muss. Und Tutto Bene ist einer der wenigen Orte, an dem so etwas zwischen F40 und Utopia stehen darf — und seinen Platz hat.
Es ist die Mischung. Pagani neben Genesis. Hyper neben Vorkrieg. Aktiver Fahrer neben Ex-Weltmeister. Neue koreanische Marke neben italienischer Legende. Und niemand steht hinter einer Linie.
Villa d'Este und Goodwood sind großartig — aber das sind Bühnen. Tutto Bene ist das Gegenteil: ein Ort, an dem die ganze Automobilkultur zusammenkommt, ohne sich in Zonen zu sortieren. Der SP2-Monza-Fahrer, der F40-Sammler und der Genesis-Entwickler stehen nebeneinander und reden. Keine Hierarchie, keine Zugangsbändchen, keine Berührungsängste.
Für wen das gemacht ist? Für alle, denen Individualität und Authentizität wichtiger sind als Marke und Preisschild. Lifestyle ohne Berührungsängste. Der ehrlichste Mix der Szene — zum Anfassen, nicht zum Bestaunen.
Deshalb kommen wir wieder. Du auch?

Geschrieben von
Philipp Lauterbach ist Gründer von DRIVTO, der kuratierten Identitäts- und Discovery-Plattform für die europäische Sportwagen-Szene. Mit Sitz in Düsseldorf baut er seit August 2018 Sportwagen-Communities — zuerst über das Cars+Coffee-Format in Düsseldorf, Köln, Berlin, Mönchengladbach und auf Sylt, seit Mitte 2024 in Form von DRIVTO als Plattform mit eigenem Editorial-Magazin und proprietärer DriverDNA-Methodik.
Sein Weg in die Sportwagen-Welt begann mit einer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann in einer Mercedes-Benz-Händlergruppe. Es folgten Marketing-Verantwortlichkeiten bei Ferrari und Maserati in Düsseldorf, wo er zu einer der prägenden Marketing-Stimmen dieser Marken in Deutschland seiner Zeit wurde. Aus dieser Phase erwuchs auch der direkte Kontakt zur Cars+Coffee-Bewegung — und das Faible für italienische Wagen, das ihn bis heute prägt. Ferrari und Pagani stehen seitdem im Zentrum dessen, was er als Driver selbst sucht.
Vor DRIVTO baute er die Cars+Coffee-Stationen in mehreren deutschen Städten auf — eine eigenständige Event-Reihe, die in ihrer aktivsten Phase mehr als 1.500 Sportwagen-Fahrer in DACH vernetzte. Aus dieser Basis entstand die heutige DRIVTO-Driver-Community. Sein Editorial-Schwerpunkt liegt auf den Pillars Cars Connect People (persönliche Founder-Voice, Driver-Geschichten) und State of the Scene (datenbasierte Markt-Analysen, Industry-Essays).